Pfostensarg der Tadja (Sarcophagus of Tadja with posts and vaulted lid)
Description
Die schlichte Dekoration des Pfostensarges der Tadja, eines jung verstorbenen Mädchens, das in Abusir el-Meleq bestattet wurde, ist heute fast gänzlich zerstört. Der gewölbte Deckel birgt eine mit schwarz aufgetragene, senkrechte Inschrift auf dem Mittelbrett. Die Pfosten- und Rahmenhölzer der Sargwanne sind dunkelbraun gestrichen und tragen hieroglyphische Inschriften. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Opferformeln, die den Namen der Vorstorbenen bergen. Die eher schlichte, farbig aufgetragene Dekoration, die nur auf den Außenseiten des Sarges zu finden ist, besteht an den Langseiten aus je vier mumienförmigen Göttern in Schreinen, die durch heute kaum noch erkennbare rote Scheintüren voneinander getrennt werden. Sie blicken in Richtung Sargende, wo der Kopf der Verstorbenen ruhte. Zwei von diesen Figuren können dank der erhaltenen Beischriften als Duamutef und Kebechsenuef, als zwei der Horussöhne, identifiziert werden. Die Dekoration an der Schmalseite am Kopfende des Sarges ist heute vollständig verloren. Alte Inventaraufzeichnungen belegen die Darstellung von zwei Udjat-Augen und einem zentralen nfr-Zeichen. Am Fußende ist ein weiterer Schrein angebracht, auf den - laut älteren Aufzeichnungen - die Tote zu schreiten soll. Die vollständig erhaltene Bestattung, die aus ca. 60 weiteren Objekten besteht, darunter ein Innensarg, Musikinstrumente, Skulpturen, Schmuck und Kopfstützen, wird heute in Berlin aufbewahrt.
Cross-references (1)
- SMB-ObjectId 256441 tier-2
About this record's data
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