Kopf einer Prinzessin (Head of a princess)
Description
Der Prinzessinnenkopf wurde fernab der großen Fundansammlung von Raum 19 im „großen Hof“ von P 47.2/3 entdeckt, wenige Meter nördlich der Mauer von P 47.1. In seiner unmittelbaren Nähe kam zuvor ein königliches Statuenhaupt (ÄM 21222) zum Vorschein. Den Tagebucheinträgen Borchardts zufolge lag er mit dem „Gesicht nach oben, in Haare eingebettet“. Das polierte Bildnis erinnert in Form und Material stark an den Kopf ÄM 21364, der 1911 nahe der Bildhauerwerkstatt gefunden wurde. Anders als bei jenem ist die Oberfläche der Hinterhauptpartie bei dieser Skulptur viel glätter poliert. Die Gesichtszüge der Prinzessin sind an die Darstellung ihres Vaters Echnaton angelehnt: langgezogenes Gesicht, ausgeprägtes Kinn und gebogener Hals. Das Haupt war für eine Kompositstatue vorgesehen, was ein Zapfen unterhalb des Halsansatzes belegt. Farbreste in den Falten sowie den Aussparungen der Augen und Augenbrauen lassen vermuten, dass das Statuenelement bereits bemalt und mit Einlagen aus Fayence, Glas oder wertvollen Gesteinsarten versehen war, diese jedoch beim Verlassen Achet-Atons entfernt wurden. Aus: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 348 (Kat.-Nr. 129).
Cross-references (1)
- SMB-ObjectId 673 tier-2
About this record's data
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