Mumienporträt der Aline (Mummy portrait of Aline)
Description
Richard von Kaufmann, ein Berliner Kunstsammler, führte 1892 eigene Ausgrabungen in Hawara, einem Ort im Fayum, durch. Er stieß auf eine römerzeitliche Grabkammer in der insgesamt acht übereinander gestapelte Mumien lagen. Ganz unten kam eine Mumie mit dem gemalten Bildnis einer reifen Frau zutage, in deren unmittelbarer Nähe eine Stele (ÄM 11415) stand. Die griechische Inschrift nennt den Namen einer Aline, das Sterbealter von 35 Jahren und ein Jahr 10 eines nicht genannten Kaisers. Alle diese Angaben bezieht man auf die weibliche Bestattung, von der heute lediglich das Bild erhalten geblieben ist. Dieses wurde noch vor Ort von der Mumie isoliert und die Mumie selbst ausgewickelt. Der Ausgräber trennte zudem den Kopf ab mit der Absicht diesen dem Mediziner Rudolf Virchow zwecks einer Gesichtsrekonstruktion zu übergeben, was auch umgesetzt wurde. Leider sind uns heute jegliche Möglichkeiten genommen diese Arbeiten unter Einsatz moderner Untersuchungsmethoden zu prüfen, da der Kopf wie auch alle anderen Körperpartien heute nicht mehr auffindbar sind. Somit bleibt ungelöst, ob es sich um ein echtes Porträt handelt oder aber eine idealisierte Darstellung der Verstorbenen. (J. Helmbold-Doyé)
Cross-references (1)
- SMB-ObjectId 521 tier-2
About this record's data
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