Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB Berlin · vessel

Gefäßverschluss, bemalt mit Blütenblättern (Lotos) (Vessel lid, painted with petals (lotus))

Source of record: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB Berlin — catalogued by the holding institution. View the original record →

Description

Lehmverschlüsse für den Schutz und die Konservierung von Gefäßinhalten sind bereits seit der prädynastischen Zeit Ägyptens belegt. Sie bestehen aus getrocknetem Nilschlamm, dem für eine festere Konsistenz Zusätze wie Sandkörner, Kalksteinpartikel oder Stroh beigemengt wurden. Um Gefäße zu verschließen, wurden zunächst Pfropfen aus Pflanzenfasern in die Öffnung gesteckt oder eine andere Gefäßabdeckung aufgelegt. Abschließend umschloss und verstrich man die Öffnung mit dem Lehmgemisch. Einige Exemplare wurden aufwendig polychrom bemalt, wie das Objekt mit Lotosblütendekor auf hellem Grund zeigt. Aus dem Grabungstagebuch der DOG 1912/1913 geht hervor, dass Ludwig Borchardt es zunächst nicht als solches erkannte: „Freitag, d. 13. Dezember 12 [...] Honroth [...] reinigt einen bemalten hölzernen Architekturteil (?) aus P 47.2, der am Morgen des 6.12. in Raum 17 herausgekommen war, und bereitet eine farbige Skizze desselben vor. Das Stück lag neben einem niedrigen Mäuerchen, [...]“. Erst in der späteren Grabungsaufarbeitung wurde der Gefäßverschluss als solcher identifiziert. Nach: Breuer, S., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 368 (Kat.-Nr. 151).

Cross-references (1)

  • SMB-ObjectId 203 tier-2
About this record's data
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