ORAEC (Online Resource for Ancient Egyptian Corpus) · other
Recto: Der Moskauer literarische Brief ("A Tale of Woe") / pMoskau 127 = pPuschkin I, b, 127
Description
〈Literarische Texte〉→〈1. Erzählungen〉→〈Neuägyptische Erzählungen〉→〈Wermai〉→pMoskau 127 = pPuschkin I, b, 127→Recto: Der Moskauer literarische Brief ("A Tale of Woe")
Inscriptions (1)
Inscription #1
· Egyptian
Transcription
mj,tt [n] tꜣ šꜥ(,t) j:hꜣb jt-nṯr-n-ḥw,t-ꜥ〈ꜣ,t〉-m-Jwn,w Wr-mꜣ,j zꜣ Ḥwy ḥr nḏnḏ ḫr,w n snsnj =f zẖꜣ-nsw m ẖnw Wsr-mꜣꜥ,t-Rꜥ-nḫt.ṱ 〈zꜣ〉 Pꜣ-Rꜥ-ms 〈m〉 Nn,t-{Rꜥ-}nsw 〈§〉 ḏd =f{j} 〈§〉 ꜥnḫ (w)ḏꜣ s(nb) n =k r trj,t.ṱ =k 〈§〉 šzp n =k jꜣw,t nfr(.t) m nʾ,t Jtm,w 〈§〉 ḫpr ḥs.ṱ =k mn m-ḫtj kꜣ nsw 〈§〉 nfr tw≡k nꜣ(-n) nṯr.pl mj,tt nꜣ(-n) r(m)ṯ.pl 〈§〉 wbn jtnw m ḥr(,t) 〈§〉 pẖr =f jb =k 〈§〉 jwi̯ =f m nꜣy =k s{ḥ}nm〈ḥ〉j jw =f hꜣ~r.t{.w.pl} 〈§〉 sḏm =f spr.ṱ =k m-ḏꜣy dwꜣ{.ṱ} =k sw 〈§〉 wrḥ.tw =k m snn.tj.ṱ =f jw =f m ꜥnḫ 〈§〉 sšsꜣ ḥꜥ,t(.pl) =k m snb 〈§〉 dr =f mn(,t) =k 〈§〉 šꜣ~ršj =f 〈n〉 ꜥš n =f jntnt 〈§〉 ḏi̯ =f ẖnm rnp,t 110 ḥr-dp tꜣ 〈§〉 ḏ,t.ṱ =k tm kḥkḥ m ꜣw(,t)-{bwj-}jb 〈§〉 nn ḫꜣy m ḥꜥ,t =k 〈§〉 wnf m-dwnj 〈§〉 ršu̯ n ḥꜣ,tj =k 〈§〉 nn wgꜣj jꜣw,t.ṱ =k sp{w}ḥ n =sst 〈§〉 wꜣi̯ jr =k ꜣbḫ.t ={j} n ẖr,j-m(w)t.pl 〈§〉 jw =k r š sjn,t ẖrj ḥḏ,pl wꜣi̯.tw r š n jrp 〈§〉 nn ẖꜥm =k sw ꜥrqꜣ 〈§〉 nn wnw,t.ṱ =k ẖrj ⸮ṯꜣ〈,y〉? ḥs.pl (n) mw 〈r〉 fnḏ =k 〈§〉 ꜥb,w m ꜣbb jr =k 〈§〉 ḥꜥ,t =k tm 〈§〉 mdw{,t} nb{.t} r s,t.ṱ =f 〈§〉 jb =k m hꜣnw =f 〈§〉 sšsꜣ ns{.t} =k mj wn =f 〈§〉 nn nwd =f 〈§〉 dgꜣy =k s,t pꜥ,t.pl m nfr,yw 〈§〉 wꜣi̯ jr =k gmḥ bw šwi̯.w m r(m)ṯ.pl 〈§〉 jw nṯrj(,t) =k (r) sꜥr n =k m ḥp,tj 〈§〉 jw smt.du =k (r) sšsꜣ ḥr jntnt ḏ,t =k jr,j(.pl) =sn 〈§〉 nn spp =k 〈§〉 ẖnm =k ḥrj,t m ꜥd wḏꜣj 〈§〉 ꜣbḫ{.t} =k nꜣ sr.wy.pl-m-Jwn,w mj mꜣꜥ,t(j).pl 〈§〉 ꜥq r =k m sꜥḥw,t 〈§〉 zmꜣm.tw =k 〈§〉 drp.tw =k m snn,tj pri̯ m-bꜣḥ nṯr r-ḫt jmn,tt,tjw m ꜣw ḏ(,t) 〈§〉 ḥnꜥ ḏd (r-)n,tj 〈§〉 tw≡j 〈mn〉mn m-grg 〈§〉 tw≡j gꜣ~bwj.kwj jw bw mdwi̯{.t} =〈j〉 〈§〉 ꜥwn.k(wj) 〈§〉 〈bn〉 n =j btꜣ,w 〈§〉 ḫꜣꜥ.kwj (r-)bw~n~jrʾ m nʾ,t.ṱ =j 〈§〉 jṯꜣy ꜣḫ,wt =〈j〉 〈§〉 bn st wḏꜣ 〈§〉 tw≡j ḫfj 〈r-〉ꜥꜣ 〈§〉 yꜣ mtr rḫ,j nb{.t} n,tj pꜣ dmy{,t.pl} 〈§〉 st jwꜣ r =j m-mj,ttj 〈§〉 ẖdb tꜣ s,t j:qꜣ~rw~jꜣ r =sst 〈§〉 ḫj~n~jrʾ{.t} nꜣy ={sn}〈s〉 ms.pl 〈§〉 nhꜣ{nw}y jm =sn mḏꜣj m ḫntj 〈§〉 ṯꜣy ktḫ m ḥꜣqꜣj jw =w ꜣtp ((r-))ḥꜣ,t.ṱ =j m ꜣ[ḫ],wt 〈§〉 nꜣy =j bꜣkj ḫrp.w =w 〈§〉 nḥm jꜣw,t 〈§〉 〈bw〉 ṯꜣy =j 〈§〉 tk(n).kwj (r-)bw~n~jrʾ m s,t.ṱ =j n sf 〈§〉 dd =〈j〉 n ḫtjw m šmjw.t ḏry(.t) jw pꜣ tꜣ jnḥ m nsr 〈§〉 ḫrwy,pl 〈n-〉jm{-n} =f (m) rs,j mḥ,t jmn,tt jꜣb,t 〈§〉 ẖnm =〈j〉 hꜣ~w,tjw n jmw 〈§〉 nn jnk sw 〈§〉 ṯꜣy pꜣy =j ḫfj-ḥr =〈j〉 〈§〉 pẖr =〈j〉 pꜣ tꜣ m ḥpw,j n j〈t〉r{t} 〈§〉 jfj~d =〈j〉 m nꜣy =f mḏ,t 〈§〉 jni̯ =〈j〉 mḥ,tt jm =f m ꜣḫ-bj,t 〈§〉 pẖr{.t} =〈j〉 qꜣy(.pl) jdḥ,w.pl m wbn ḫꜣs,t Pḏ,t-šw,pl 〈§〉 qd{n} =〈j〉 nꜣy =sn nhꜣ~jrʾ~tʾ,y,du (m) ꜥnḫ,tt ḫꜣs,t Tjmḥ,w 〈§〉 ꜥq =〈j〉 Tjḥn,wy 〈§〉 ḏꜣy =〈j〉 tꜣ Km,t ḥr wsḫ,t =st 〈§〉 bꜣ~gꜣ~bw =〈j〉 pꜣ Ḫꜣ,du-swtwt 〈§〉 sšsꜣ =〈j〉 r Nrꜣw 〈§〉 pḥ =j r Wꜣb,du,t ={j} 〈§〉 jry =j ꜥqꜥq Knm,tt 〈§〉 jfj~d =〈j〉 tꜣ-šmꜥ,t m rwjꜣ.ṱ =st nb.t 〈§〉 pẖr =〈j〉 wḥ{fj}〈,wt〉 jw =j ḥr rd.du.j 〈§〉 jṯꜣy ssm,t.pl 〈§〉 nḥm wrrw~y 〈§〉 nꜣy =j ḥtrj.pl {j}〈s〉km m ḏr,t =〈j〉 〈§〉 šzp nꜣy =w ꜥꜣ~gꜣ~{nꜣ~}sꜣ 〈§〉 k{ꜣ}y ḥr-r-rʾ =w 〈§〉 〈bn〉 jnk ḏi̯ sst jw =j mꜣwḏ.kwj ḥr šmi̯.t 〈§〉 wršu̯ =〈j〉 m nʾ,t{wt} bn jnk st dmy,t bn rḫ =〈j〉 st 〈§〉 jr,j =j ḫpp.w.pl 〈§〉 bn nꜣy =j js,jy 〈§〉 ḫnmj.pl jrj m-mꜣjw,t 〈§〉 nꜣy ḥꜥ,t r-gs ḏ,t =〈j〉 〈§〉 jry =tw ꜣbb jr =j j.{w}n =st m-ḏꜣi̯ wn =j (ḥr) mkj~ḥꜣ =sn m ngꜣ,jw 〈§〉 bs hꜣb r snfj jb =〈j〉 m-ḏꜣi̯ spr =〈j〉 ḥr jwꜣ 〈§〉 〈jn〉 zp nḏnḏ ḫrw(,t) 〈m-ḏr〉 jwi̯ =〈j〉 ḥr šmi̯.t 〈§〉 jwf qs(.pl) ḫꜣꜥ ḥr qꜣ~jrʾ~jꜣ,t 〈§〉 jn{n}-m sḥꜣp =f 〈sn〉 〈§〉 bw hꜣb =w r 〈ꜣms-〉jb (r) ptj 〈jn〉 m(w)t 〈jn〉 ꜥnḫ 〈§〉 bw nhꜣp =w n =j m nꜣy =j mḥrj 〈§〉 jw =w 〈r-〉jḫ ḥr-sꜣ qn,w r =j 〈⸮m?〉 ẖrj,t{t}-nṯr jw =j (m) pꜣ mꜣ,pl ꜣḫ,tj,du 〈§〉 šdi̯{.ṱ} =f m ꜥd{,yt.pl} m ẖnw,y 〈§〉 ḏ,t.ṱ =f tm.t (m) ꜥ =f n sf 〈§〉 sn =〈j〉 jw =j wḏꜣ.kwj ḥr mḥy =f 〈§〉 jwj =f (m) dwꜣw m wḏj n =f 〈ḫru̯〉 =j n jb =j m nꜣy =j dbnbn 〈§〉 wḏj n =k jwpw,(t)j 〈r〉 tꜣy =j mj,ttj n =j m s,t =k 〈§〉 ḫm.n =j nfr,y 〈§〉 nn rḫ =〈j〉 〈sw〉 〈§〉 bn sw 〈§〉 r(m)ṯ{.pl} jw ptj.tw =f m nfrj ⸢prj⸣ =f n =j m ngj =j ⸮knwy? =j 〈§〉 wn =f (r) dgꜣ ḥr-r-rʾ =sn sjꜣw =〈j〉 mk(,t) 〈§〉 mḥrj jb =j 〈§〉 jry =j ꜣbdww 1 ḫn{š}〈r〉.kwj m nfr,y 〈§〉 jsp =j wn-ḥr m-ꜥ =j 〈§〉 nꜣ r(m)ṯ.pl n,tj tw≡j m-ẖnw =w nꜣy =st bwꜣy ꜥndw 〈§〉 {j}〈ḥ〉ꜥpw ꜣb 〈§〉 tꜣ =sn m wš{ꜣ}〈r〉 〈§〉 nn prj =w m ꜣdj 〈§〉 dbḥ.w m ꜥn m-ḏi̯{.t} nb{,t} =f jw jw pꜣy =f šꜣ~ꜥꜣ~jrʾ~j (r) jṯi̯ ⸮jni̯? n =f 〈§〉 jz,yt swnwn jw pꜣy =sn smn.w 〈§〉 ḏr,wt =s n s nb{.t} jm =sn wjꜣ,ṱ nꜣy =w qdfꜣ,w.pl pꜣy =w 〈ḥ〉tr{,y} ḥmꜣmw.t ḥsmn ḥḏ,w.pl wꜣ~jrʾ~n jw~sꜣ~jrʾ 〈§〉 wḏi̯ =〈j〉 n =k jw jb =〈j〉 mḥ (r-)ḏd 〈§〉 jw =f (r) jy.t n ⸮šwwj.pl? 〈§〉 ḏi̯{.t} šnj jwi̯ =f m gsgs [...] gsgs 〈§〉 jry =f ꜥḥꜥ,y m nfr,y ḫru̯ nb{,t} =f tnw pꜣy =f nḏnḏ 〈§〉 mḥ jb =f 〈m〉 sḏd 〈§〉 jwi̯ =f n =j 〈§〉 skm =f ꜣbdw 1 tꜣy =f wḏ,y(t) 〈§〉 skm =f mj jwf šwi̯.w ḫꜣꜥ ḥr qꜣ~jrʾ~jw,t mj ẖn,t kꜣ ḏrjw(.t) 〈§〉 ḏi̯ nb{,t} =f ꜥd(ꜣ) =j (m) qnb,ṱ 〈§〉 jry =f n =j twꜣ m nʾ,t.ṱ =j 〈§〉 bꜣk,ṱ =f wdn 〈m-ḏi̯〉 =j r mꜣ〈ṯ〉 =f 〈§〉 ꜥšꜣ.t sjnw.ṱ =f jṯi̯.ṱ =f 〈r-〉ḥ{r}nꜥ jz,yt 〈§〉 ḏi̯ =f ꜥḥꜥ =j šwwj.ṱ 〈m〉 nꜣy =j šsy j:ḏi̯{.t} n =j k{ḫ}tw〈ḫ〉j 〈§〉 nḫt sw (m) tꜣy =f wḏ,y(t) 〈§〉 pnqꜣ rʾ =sn 〈§〉 bw mḥ =f m rʾ-ꜥ ḏd bsi̯ m-ḏi̯.t wḏj tꜣy =f jp,t ḥḏj m jrw 〈§〉 ꜥḏꜣ wsj pꜣ ḥmt{ꜣwmw} j:jri̯ sw 〈§〉 ḫpr ẖꜣr 1 jm =st 〈m〉 ẖꜣr 1 1/2 〈§〉 wꜣḥ Jtm,w wꜥ jṯꜣy =((f)) sw jw n =j ꜥd(ꜣ)y 〈§〉 ḏꜣ~n~jrʾ~mw =〈j〉 sš (n) pꜣ bꜣkj wꜣḥ =f hꜣrw spr =f r =j 〈§〉 ⸮ḏd? =⸮st? nꜣḥꜣ ꜥmꜥm jw bw rḫ =〈j〉 〈jn〉 st (ḥr) ḫꜣꜥ tꜣ skꜣw,t jꜣ bn n =w shꜣd,tj 〈§〉 ḏd =j n jb =j 〈§〉 ṯꜣy st nꜣ ṯꜣṯꜣ.pl tꜣy =w spw,y(t) (n) nꜣ ꜥmꜥm 〈§〉 pšn.kwj m bꜣkjw 〈§〉 jz,yt ḏi̯ =s ṯm =〈j〉 r prj 〈§〉 hꜣn my bw wḏj =〈j〉 r-gs ={j}k 〈§〉 btꜣ ꜥꜣ 〈§〉 wn =f ḥr nṯr =j 〈§〉 tw≡tw (ḥr) pẖr jw =f ḫpr.w m-ḏꜣi̯ =〈j〉 〈§〉 jn-m{n} sḥꜣp =f sw (r-)ḏd 〈§〉 bꜣ,pl =k pꜣ nṯr j:jri̯ sw 〈§〉 mj šdi̯ n =k 〈m-ꜥ〉 =ssn 〈§〉 bsi̯ hꜣb sw r Nhꜣ~jrʾ~〈nꜣ〉 r jni̯ tꜣ~mꜥ~rw~gnꜣ ḥꜣp.w 〈§〉 sšsꜣ =f r nꜣy-sꜣ~ꜥꜣ~jrʾ m-ḏi̯ =f 〈§〉 ḫsf n =n ꜥn 〈§〉 hꜣnꜣ my pḥ =f r nꜣy =j sb,tjwTranslations (1)
Kopie [des] Briefes, den der Gottesvater des Großen Tempels von Heliopolis, Wermai, Sohn des Huy, geschickt hat, nach dem Befinden seines Vertrauten fragend, eines königlichen Schreibers aus der Residenz, (namens) Usimare-nachti, 〈Sohn〉 des Pramose 〈aus〉 Herakleopolis. Er schreibt: Dir Leben, Heil und Gesundheit für die Zukunft (wörtl.: zu deiner Zeit)! Erreiche ein schönes Alter in der Stadt des Atum! Möge es dazu kommen, dass deine Gunst infolge königlicher Gnade dauerhaft ist! Mögen die Götter wie die Menschen dich gut behandeln! Möge die Sonnenscheibe am Himmel aufgehen (und) möge sie dein Herz durchziehen! Möge sie freundlich auf dein Flehen hervorkommen! Möge sie deine Bitte erhören, wenn du sie preist! Mögest du von ihren Strahlen gesalbt werden, während sie am Himmel steht (?). Dein(e) Glied(er) mögen in Gesundheit ausschreiten! Möge sie dein Leiden vertreiben! Möge sie 〈zu〉 dem eilen, der sie in Bedrängnis (?; wörtl.: zurückgehalten) ruft! Möge sie ein 110-jähriges Verweilen auf Erden erlauben (wörtl.: Möge sie ein Erreichen von/Eintreten in 110 Jahre(n) auf Erden zulassen), unversehrten Leibes und alt geworden in Freude, ohne Gebrechen an deinem Körper! Sei ferner froh (und) heiter in deinem Herzen, ohne Schwäche (in) deinem Alter, die deswegen (wegen des Alters?) eingefangen wurde (?). (Dich) den Todgeweihten zuzugesellen sei (noch) fern von dir! Du sollst (dich) der Tonschale mit Milch zu(wenden), fernbleibend von der Weinschale! Du sollst ihm, dem (Lebens-)Ende nicht nahekommen! Die Stunde, (da) ein Träger von Wasserspenden 〈vor〉 deiner Nase (steht), ist (für) dich (noch) nicht (gekommen). (Wörtl.: Nicht gibt es deine Stunde mit einem Träger von $ḥs$-Gefäßen mit Wasser 〈zu〉 deiner Nase.) Unheil möge fern von dir sein (wörtl.: Unheil sei ein von dir Ferngehaltenes)! Dein Körper sei unversehrt! Jede Sache sei an ihrem Platz! Dein Herz sei am rechten Fleck (wörtl.: in seinem Brustkorb)! Deine Zunge möge wie gewohnt ausschreiten! Sie möge nicht weichen! Mögest du am (Lebens-)Ende nach einem vornehmen Platz Ausschau halten! Fern sei von dir, nach einen menschenleeren Ort Ausschau zu halten! Dein göttliches Auge soll dir (zu diesem Zweck?) eilends Meldung machen (und) deine beiden Ohren sollen die Behinderungen deines Leibes und seiner Teile hinter sich lassen (wörtl.: an ... vorbeigehen)! Es möge (dennoch) kein (ewiges) Verweilen (auf Erden) geben (?)! Mögest du (vielmehr) die Nekropole in Wohlergehen und Gesundheit betreten! Mögest du dich wie die Gerechten dem Magistrat von Heliopolis zugesellen! Tritt ein in das Balsamierungszelt! Mögest du (d.h. deine einzelnen Glieder bei der Mumifizierung) vereint werden! Mögest du gespeist werden mit dem Opferbrot, das für die Dauer der Unendlichkeit dem Gott dargebracht wird (und) den Westlichen zur Verfügung steht! Und (nun zum Grund des) Schreiben(s): Ich bin betrügerisch verdrängt worden. Ich bin geschädigt worden, ohne dass 〈ich〉 Einspruch erheben konnte. Ich bin beraubt worden, ohne dass ich eine Schuld hatte. Ich bin aus meiner (Heimat-)Stadt hinausgeworfen worden. 〈Meine〉 Habe wurde geraubt, ohne dass sie heil (blieb). Ich bin völlig aufgelöst. Wahrlich, jeder Kundige der Stadt war zugegen. Sie sind gleichfalls meiner beraubt worden (?). (Meine) Frau, die (flehend) an sie herantrat (?; oder: die sich (schützend) davor stellte), wurde getötet. Ihre Kinder wurden (auf andere Familien) verteilt. Einige von ihnen wurden ins Gefängnis geworfen, (während) andere wie (wörtl.: als) Kriegsbeute fortgezerrt wurden, wobei sie vor mir mit (meinem) Besitz beladen wurden. Meine Diener, sie wurden vorgeführt. (Mein) Amt wurde genommen, ich (selbst) wurde (aber) nicht ergriffen. Ich bin (nun) von meiner Position, (die ich noch) gestern (innegehabt hatte), vertrieben. 〈Ich〉 wurde zu einem Wander(leben) auf steinigem (wörtl.: hartem) Pfad getrieben, während das Land umgeben war von Feuer. Aufruhr war darin (im) Süden, Norden, Westen und Osten. 〈Ich〉 gesellte mich zu den Schiffern eines Schiffes, das nicht meins war. Das Meinige ist (nämlich) vor 〈meinem〉 Angesicht weggenommen worden. 〈Ich〉 durchquerte das Land im Lauf des Flusses. 〈Ich〉 flog über seine Tiefe(n) hinweg. 〈Ich〉 erreichte auf ihm bei Chemmis den Norden. 〈Ich〉 umging die Hügel und Marschen (des Deltas) über den Osten, das Fremdland der Bogenleute der Ödnis. 〈Ich〉 wich ihren Flüssen (?) aus (über) den Westen, das Fremdland der Tjemehu. 〈Ich〉 gelangte nach Tjehenu. 〈Ich〉 durchquerte die(sen Teil) Ägypten(s) in seiner (ganzen) Breite. 〈Ich〉 bemühte (?) mich nach Xois. Ich zog an Tura vorbei und traf ein im Oxyrhynchos-Gau. Ich betrat die Große Oase (Kharga (?)). 〈Ich〉 floh (durch?) Oberägypten an all' seinen Grenz(orten) entlang. 〈Ich〉 umging die bewohnten Orte, wobei ich zu Fuß (unterwegs) war, (denn meine) Pferde waren entwendet (und mein) Streitwagen konfisziert worden. (Die Kontrolle) mein(es) Gespann(s) war 〈meiner〉 Hand entrissen worden. Ihr Zaumzeug ist ergriffen worden, ein anderer (fährt) mit (wörtl.: auf) ihm (sc. dem Gespann). Nicht ich war es, der ihn (den Streitwagen) (weg)gab, weil ich (somit) zum Gehen gezwungen war. 〈Ich〉 verbrachte den Tag in einer Stadt, (die) nicht mein ist, in einer Ortschaft, (die) 〈ich〉 nicht kannte. (Als) mein(e) Kamerad(en) (hatte ich) Fremde; (es waren) nicht meine gewohnten, (es waren vielmehr) Gesellen, die neu gemacht wurden. Diese Subjekte waren an der Seite 〈meiner〉 Person; man solle sich von mir trennen, sagten sie (aber), als ich sie in (meiner) Not vernachlässigte. Schicke doch (wenigstens einen Brief), um 〈mein〉 Gemüt zu entlasten, wenn 〈ich〉 (schon) wegen des Elends um Hilfe bitte. Ist es (auch nur) $(ein)mal$ vorgekommen, dass nach (meinem) Befinden gefragt wurde, als 〈ich〉 herumirrte? Das Fleisch und (die) Knochen sind auf den Hügel geworfen. Wer ist es, der sie begraben wird? (Es) wurde kein (Brief) geschickt, um (mich) aufzumuntern (und um zu) sehen, ob ich tot bin (oder) ob ich lebe. Man hat mich nicht bedauert wegen meiner Verwicklungen. Was sollen sie (dann) später, die Vielen mich betreffenden (Angelegenheiten?) 〈in〉 der Nekropole, wenn ich im Blick des Horizontischen bin? (?) Er möge (mich sowohl) vor dem (Leben am) Uferrand (?) retten (als auch) vor dem Aufruhr (oder: Er möge mich vor dem dem Gemetzel und dem Aufruhr retten)! Sein Leib ist vollkommen (in) seinem gestrigen Zustand. 〈Ich〉 wandelte wohlbehalten und ihm loyal dahin. "Er wird (am) Morgen kommen, wenn ihm (sc. meine Not) gemeldet wird", sprach ich zu meinem Herzen während meiner Wanderungen. Sende (doch auch) du aus deinem Büro einen Boten zu mir 〈bezüglich〉 meines Schreibens! (?) Ich weiß nichts von Getreide. 〈Ich〉 kenne es nicht. Es gibt keines. Ein gut angesehener Mensch, (d)er soll(te) zu mir hinaufkommen in meiner Notsituation und (auf) meine Klage (hin). Er würde beides (wörtl.: sie) niedertreten, damit 〈ich〉 einen Schutz erkenne. Mein Herz leidet. Ich habe einen Monat verbracht, abgeschnitten vom Getreide. (Dass) ich an Hunger litt, ist von mir offenbart worden. Die Menschen, in deren Mitte ich (weilte), deren Notabeln sind arm dran. Die Überschwemmung ist weit entfernt, ihr Land ist vertrocknet. Sie werden nicht aus dem Elend herauskommen. Ein (früher erfolgreicher) Bittsteller ist (jetzt) einer, der abgewiesen wird von seinem Herrn, wobei ihm (sein) Protest verdreht werden wird. (Des Herrn) Gefolgschaft ist geschmeichelt, wenn (?) das ihre festgesetzt wird. Ihre ... ist jedermanns (Besitz/Sache?), abgesehen von ihren (Extra-)Belohnungen (?) und (?) ihrem (normalen) Einkommen, (bestehend aus) Salz, Natron, Zwiebeln, Schilfrohr (?) und Binsen. 〈Ich〉 sandte zu dir (?), darauf vertrauend, dass er (d.h. du?) kommen wird (oder: es gelingen wird) in der Not. Ein Inspektor soll veranlassen, dass es (das Getreide) im Überfluss kommt (?; oder: Ein Inspektor soll dafür sorgen, dass es (die Sache/Angelegenheit) in Ordnung kommt (?)). Er produziere einen Haufen an Getreide, sagte sein (des Getreides) Besitzer (bei) jeder seiner (des Inspektors) Nachfragen. Er vertraute der Rede. Es kam (zwar) zu mir, (aber) es hatte einen Monat auf seiner Reise verbracht (und) war geschwärzt wie gedörrtes Fleisch, das auf den Hügel geworfen wurde, wie hartes Rindsleder. Sein (des Getreides?) Besitzer ließ mich (vor) Gericht Unrecht haben. Er tat mir Böses in meiner Stadt. Seine Steuer lastete auf mir mehr als er dachte. Oft wischte er (mir eins) aus und stahl mit (seinem) Gefolge (wörtl.: Sein Abreiben/Abwischen und sein Stehlen ... waren zahlreich). Er ließ mich ohne Korn dastehen, das mir andere gegeben hatten. Hart war er (auf) seinem "Siegeszug" (?). Ihre (Ver)sprech(ungen) (?) waren erschöpfend (?), (aber) sie war(en) nicht füllend/ergreifend (?) im Sinne eingängiger Reden, wenn (gleichzeitig) sein bei der Herstellung verfälschtes Oipe-Maß vorgeführt wurde (wörtl.: beim Herbeischicken seines...). Wie falsch ist doch der Handwerker, der das getan hat! Ein Sack wird damit zu eineinhalb Sack. Bei Atum, dem Einzi(artig)en, er hat es gestohlen, während mir (nur) Unrecht blieb! 〈Ich〉 bemühte mich um Getreide (für) die Steuer, die er (mir) auferlegte an dem Tag, da er zu mir kam. Sie behaupteten, das Saatgut sei verdorben, wobei 〈ich〉 nicht weiß, ob sie (nicht einfach) das Feld verließen, wenn sie nicht gezwungen waren (wörtl.: wobei sie keinen Zwang hatten). In Gedanken sprach ich zu mir (wörtl.: Ich sprach zu meinem Herzen): "Mögen es die Spatzen nehmen, ihr bisschen Saatgut! Ich will frei sein von der Steuer!" Das Gefolge, das setzte mich bis zum Exzess unter Druck (Wörtl.: es veranlasste, dass ich beschämt war bis zum Herausgehen). Ach müsste 〈ich〉 doch nicht zu Dir schicken! Ein großes Verbrechen (ist es)! Es war vor meinem Gott (geschehen). Man hat (es) umgewendet, als ob es bei mir geschehen (wäre). Wer ist es, der es/sich verstecken kann, sagend: "Deine Macht ist es, o Gott, die es vermag. Komm (und) rette (mich) vor ihnen! Eile doch (herbei und) schicke ihn ins Nimmerland (wörtl.: nach Nahari〈na〉), um den verborgenen $Tmrgn$ zu holen, dann möge er sich mit ihm vom Acker machen! (?) Näher dich uns wieder!"? Ach möge er doch meine Begleiter erreichen!
Cross-references (3)
- TLA-Text V6ZARX53EFDGLL36WL3HB4ESQM tier-1
- TM-Text 701207 tier-1
- ORAEC-id oraec74 tier-2
About this record's data
- From the source institution — accession, description, dimensions, and dating are as catalogued by ORAEC (Online Resource for Ancient Egyptian Corpus).
- AI-inferred — the image-analysis panel (deities, names, signs) is machine-generated and may be wrong.
- Approximate location — most map points are plotted at the site centroid, not the exact findspot.
- Inferred links — cross-references marked with a match method other than explicit-source-field were matched by us, not stated by the source.