ORAEC (Online Resource for Ancient Egyptian Corpus) · other

Der beredte Bauer (Version B2) / pBerlin P 3025 + pAmherst II〈 (Bauer, B2)〉

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Description

〈Literarische Texte〉→〈2. Reden und Dialoge〉→〈Der beredte Bauer〉→pBerlin P 3025 + pAmherst II〈 (Bauer, B2)〉→Der beredte Bauer (Version B2)

Inscriptions (1)

Inscription #1 · Egyptian

Transcription

[...] [m] =[k] [tw] [m] mn,t jr,j 〈§〉 m ꜥ[wn] [ḥwr,w] [ḥr] [ḫ,t] =[f] 〈§〉 [fn] rḫ.n =k sw [...] 〈§〉 [...] [mj] [ḥtp] [p,t] r-sꜣ ḏꜥ qꜣi̯ sšmm =s [ḥs,w.pl] nb mj ḫ,t pfs.t wꜣḏ,t [mj] [mw] [ꜥḫm] [jb,t] 〈§〉 [mꜣꜣ] [m] ⸢ḥr⸣ =⸢k⸣ 〈§〉 [ps]š,w m ꜥwn,w 〈§〉 shrr m jri̯ ꜣh,w 〈§〉 stwt [m] [jri̯] [mn,t] 〈§〉 [j]w [s]j[ꜣt] [sšrr] =f [mꜣꜥ,t] 〈§〉 [m]ḥ nfr n hqs n wbn mꜣꜥ,t 〈§〉 jri̯ twt 〈§〉 jr jni̯ =k jmi̯ n sn =k 〈§〉 ⸢w⸣[g,y]t šwi̯.t(j) m ꜥqꜣ 〈§〉 jw ꜣh,w sšm =f r jwd,t 〈§〉 jw srḫ,y jni̯ =f rw,wt 〈§〉 n rḫ.n.tw wnn.t m jb 〈§〉 m wsf 〈§〉 jri̯ r =k r smj 〈§〉 fdq =k n-m ṯs =f 〈§〉 ꜥḥꜣ-mw m ꜥ =k [mj] [ḫt] ⸢wn⸣ m sp-n-mw ḫpr 〈§〉 jr ꜥq dp,t jw šdi̯.t(w) =s 〈§〉 jw gs n ꜣṯp,w =k r šdi̯.t =k ḥr mr,yt nb.t 〈§〉 jw rḫ.t(w) 〈§〉 jw =k sbꜣ.t(j) 〈§〉 jw =k ḥmw.t(j) 〈§〉 jw =k twt.(tj) n-js n ꜥwn 〈§〉 jw =k jri̯ =k twt,w n bw-nb 〈§〉 jw hꜣw =k m nwd,w 〈§〉 ꜥqꜣ n bw-nb sjꜣt,j n tꜣ r-ḏr =f 〈§〉 kꜣn,y n bw-ḥwr,w ḥr ntf ḥsp =f m jw,yt r sḫpr ḥsp =f m grg r ntf jy,t n ḏ,t 〈§〉 jwi̯.jn r =f sḫ,tj pn r spr n =f m 7.nw sp ḏd =f 〈§〉 (j)m,(j)-rʾ-pr-wr nb =j ntk ḥmw n tꜣ r-ḏr =f 〈§〉 sqdd ⸢tꜣ⸣ ⸢ḫft⸣ ⸢wḏ⸣ =k 〈§〉 ntk sn.nw n Ḏḥw,tj wḏꜥ 〈nn〉 rḏi̯.t ḥr gs 〈§〉 nb wꜣḥ =k njs.tw s r sp =f n-wn-mꜣꜥ 〈§〉 m šnt jb =k 〈§〉 nn n =k st ḫpr ꜣw-ḥr m ḥwꜥ-jb 〈§〉 m wꜣ 〈n〉 n,t.t n jyi̯.t 〈§〉 m ḥꜥi̯.w n n,t.t n ḫpr.t 〈§〉 jw wḫd,w sꜣwi̯ =f m ḫnms sḥtm =f sp ḫpr 〈§〉 n rḫ.n.tw wnn.t m jb 〈§〉 ḫbꜣ hp ḥḏi̯ tp-ḥsb nn mꜣjr ꜥnḫ ḥꜥḏꜣ.n =f n wšd.n sw mꜣꜥ,t 〈§〉 jw gr,t ẖ,t =j mḥ.t(j) jb =j ꜣtp pri̯ js m ẖ,t =j n ꜥ jr,j 〈§〉 ng,t pw m dnj,t mw =s ꜣs wn rʾ =j r md(w)i̯.t 〈§〉 ꜥḥꜥ ꜣ ꜥḥꜣ.n =j mrj =j pnq.n =j mw,y =j snf.n =j n,t.t m ẖ,t =j jꜥi̯.n =j šꜣm,w =j 〈§〉 ḫn =j ḫpr 〈§〉 mꜣjr =j ḏr ḫft-ḥr =k 〈§〉 ptr ḏꜣr,w =k 〈§〉 jw wsf =k r thi̯.t =k 〈§〉 jw ꜥwn jb =k r swḫꜣ =k 〈§〉 jw snm =k r sḫpr ḫrw,y.w.pl =k 〈§〉 〈jn〉 jw =k swt r gmi̯.t ky sḫ,tj mj,tw =j 〈§〉 jn jw wsf,w spr,y r ꜥḥꜥ r rʾ n pr =f 〈§〉 nn gr rḏi̯.n =k mdwi̯ =f 〈§〉 nn sḏr srs.n =k 〈§〉 nn ḫbꜣ ḥr.pl sspd.n =k 〈§〉 nn tm rʾ wn.n =k 〈§〉 nn ḫm rḏi̯.n =k rḫ =f 〈§〉 nn ḫm sbꜣ.n =k 〈§〉 ẖsr.w.pl ḏw,t pw sr.w.pl 〈§〉 nb.w.pl bw-nfr pw 〈§〉 ḥmw,t pw n.t sḫpr n,t.t ṯs.w tp ḥsq 〈§〉 jwi̯.jn r =f sḫ,tj pn r spr n =f 8.nw sp ḏd =f 〈§〉 (j)m,(j)-rʾ-pr-wr nb =j jw ḫr =tw n ḥnt wꜣ 〈§〉 jw ꜥwn-jb šwi̯ =f m sp 〈§〉 jw wn sp =f n wh,t 〈§〉 jw ꜥwn jb =k 〈§〉 nn n =k st 〈§〉 [j]w ꜥwꜣi̯ =k 〈§〉 nn ꜣḫ n =k 〈§〉 rḏi̯ ꜣ ꜥḥꜥ s r sp =f nfr n-wn-[mꜣꜥ] 〈§〉 ẖr,t =k m pr =k 〈§〉 ẖ,t =k mḥ.t(j) 〈§〉 wbn ḥqꜣ,t ṯtf =⸢s⸣ ꜣq pr,w =s n tꜣ 〈§〉 jti̯.w ꜥwꜣ nḥm.w sr.w.pl jri̯.n =tw r ḫsf 〈r〉 jy,t jb,w pw n ꜣd,w sr.w.pl jri̯.n =tw [r] ḫsf r grg 〈§〉 n rḏi̯.n snḏ =k spr =j n =k 〈§〉 n sjꜣ.n =k jb =j 〈§〉 gr ꜥnn sw r jri̯.t ṯs,t =f n snḏ.n =k n twꜣ n =k st n jni̯ sn =f r =k m-ẖnw mrr,t 〈§〉 jw šd.w.pl =k m sḫ,t 〈§〉 jw fqꜣ =k m ⸮ḏꜣt,t? 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Translations (1)

DE scholarly · TLA / ORAEC
Be[raube einen Armseligen] nicht [seines Besitzes!] [(Denn) der Schwache], du hast ihn kennengelernt. [... wie, wenn der Himmel] sich nach einem heftigen Sturm [beruhigt], er (d.h. der Himmel) alle [Unterkühlten] erwärmt, wie Feuer, das das Rohe kocht, [(und) wie Wasser, das den Durst löscht.] [Schau (nun) für] dich selbst (wörtl.: Schau mit deinem Gesicht)! Wer verteilen sollte, ist (jetzt) ein Räuber. Wer beruhigen sollte, ist (jetzt) einer, der Kummer verursacht hat. Wer ausgleichen sollte, [ist (jetzt) einer, der Schmerz verursacht hat.] Zu betrügen, das [schmälert (generell) die Gerechtigkeit.] (Daher) fülle (das Maß) genau richtig/ganz, (indem/wobei) die Gerechtigkeit weder zu wenig bekommen hat (wörtl. vielleicht: benachteiligt worden ist), noch zu viel (wörtl.: übergelaufen ist)! Tue, was vollendet ist! Wenn du (etwas) erwirbst (wörtl.: (für dich) herbeibringst), dann gib (davon) deinem Bruder! (Denn) das, was hinuntergeschlungen ist (?), enthält keine Aufrichtigkeit (mehr). Wer Kummer hat, der führt (im Allgemeinen) zur Trennung. (Und) der Ankläger, er bringt die Scheidung herbei. (Denn) man kann nicht wissen, was im Herzen ist. Zögere nicht (oder: sei nicht nachlässig)! (Sondern) handele du gemäß der Anklage! (Wenn) du zerteilst, wer wird (dann wieder) zusammenfügen? Der Staken (?) ist in deiner Hand, (ähnlich) wie eine Lotstange (?) bei einem Wasserproblem (?), das eingetreten/geschehen ist. Wenn ein Schiff untergeht (?), dann wird es geborgen. (Aber nur) die Hälfte deiner Ladung wird das sein, was du überall zerstreut bergen (wörtl.: auf jedem Ufer retten) kannst. Man weiß: Du bist ausgebildet; (und) du bist geschickt; (und) du bist vollendet, (nur) nicht für den Raub. (Aber) du hast die Gewohnheit, das gleiche zu tun wie alle Menschen; (und) deine Umgebung ist korrupt (wörtl.: in Schwankungen). Wer der Aufrichtigste von allen Menschen sein sollte, ist der (größte) Verbrecher des ganzen Landes. Der Gärtner des Bösen ist damit beschäftigt, sein Beet mit Unrecht zu bewässern, um sein Beet mit Lüge wachsen (wörtl.: entstehen) zu lassen und um das Unheil der Totenstiftung (?; oder: für die Ewigkeit?) zu bewässern." Nun kam dann dieser Landmann, um zum siebten Mal eine Bitte an ihn zu richten, indem/und er sagte: "(O) Oberdomänenvorsteher, mein Herr, du bist das Steuerruder des ganzen Landes. Gemäß deinem Befehl fährt das Land. Du bist der Kollege des Thoth, der richtet, 〈ohne〉 parteiisch zu sein. O Herr, mögest du andauern (etwa: standhaft sein; oder: geduldig sein?), damit ein Mann wegen seiner gerechten Angelegenheit aufgerufen wird. Sei nicht verärgert/wütend (wörtl.: streitsüchtig, was dein Herz angeht)! Es paßt nicht zu dir, daß (oder: weil) "einer mit langem Gesicht" (einer, der vertrauensvoll zum Oberdomänenverwalter geht?) zu "einem mit kurzem Herzen" (einem Betrübten?) wird. Brüte (oder: grüble) nicht über dem, was noch nicht gekommen ist! (Und) freue dich nicht über das, was noch nicht geschehen ist! (Denn) der Nachsichtige/Geduldige pflegt die Freundschaft zu verlängern (?) und einen Fall/Fehler, der passiert ist, zunichte zu machen. (Denn/weil) man kann nicht wissen, was im Herzen ist. (Was den angeht), der das Gesetz zerhackt und die Norm zerstört hat: es gibt keinen noch lebenden Hilfsbedürftigen, den er ausgeplündert hat, (indem/wenn) die Gerechtigkeit ihn (den Hilfsbedürftigen oder den Plünderer?) (danach) nicht anspricht. Nun aber ist mein Leib voll und mein Herz belastet/bedrückt, weshalb (es) nun aus meinem Leib herauskommt (wörtl.: indem/wobei/so daß (es) ja wegen des Zustandes davon aus meinem Leib herauskommt). Es ist (wie) der Bruch (die Bruchstelle?) im Damm, dessen Wasser ausgeströmt ist, (wenn) mein Mund sich öffnet, um zu reden. Und da habe ich ja mit meiner Stange/meinem Staken (?) heftig hantiert, meinen Wasserschwall ausgeschöpft, das, was in meinem Bauch war, an die frische Luft gebracht und meine schmutzige Wäsche gewaschen. Meine Beschwerde ist vorgebracht (wörtl.: meine Ansprache ist geschehen). (Und) meine Elend(sgeschichte) ist beendet vor dir. Was brauchst du (noch mehr)? (wörtl.: was ist dein Bedürfnis?) Deine Zögerlichkeit (oder: Nachlässigkeit) wird dich irreführen (oder: dir schaden). Deine Habgier wird dich zum Narren machen. Deine Gefräßigkeit (?; oder: Verdrießlichkeit?) wird dir Gegner schaffen. Würdest du aber je einen anderen Landmann wie mich finden? Würde ein Zögerlicher (oder: Nachlässiger) und (zugleich) Bittsteller am Eingang seines (eigenen) Hauses warten? Es gibt keinen, der (jetzt noch) schweigt, den du zum Reden gebracht hast. Es gibt keinen, der (jetzt noch) schläft, den du aufgeweckt hast. Es gibt keinen mit (jetzt noch) abgestumpften Sinnen (wörtl.: mit zerhackten Gesichtern), den du scharf(sinnig) gemacht hast. Es gibt keinen mit (jetzt noch) verschlossenem Mund, dem du (seinen Mund) geöffnet hast. Es gibt keinen (jetzt noch) Unwissenden, den du weise gemacht hast. Es gibt keinen (jetzt noch) Unwissenden, den du unterrichtet hast. Die hohen Beamten sind die Vertreiber des Bösen (die das Böse vertreiben müssen). Sie sind die Herren des Guten. Sie sind die Künstlerschaft (oder: Experten), die das, was ist, erschaffen (oder: sich entwickeln lassen) und die einen abgeschnittenen Kopf (wieder) anfügen." Nun kam dann dieser Landmann, um zum achten Mal eine Bitte an ihn zu richten, indem/und er sagte: O Oberdomänenvorsteher, mein Herr, man fällt tief (wörtl.: fern) wegen der Begierde. Dem Habgierigen fehlt es (in der Regel) an einer (Erfolgs)gelegenheit (wörtl.: Fall). Er hat (nur) Mißerfolg (wörtl.: Es existiert sein Fall des Fehlschlags). Du bist habgierig; (aber) es paßt nicht zu dir. Du raubst; (aber) (das) ist nicht nützlich/wirkungsvoll für dich. Sorge doch dafür, daß ein Mann für sein gutes Recht (wörtl.: seine wahrhaft gute Angelegenheit) eintreten kann! (Denn; oder: indem/weil) dein Bedarf ist in deinem Haus. Dein Bauch ist gefüllt. Das $ḥqꜣ.t$-Kornmaß ist übervoll, so daß es überquillt und sein Überschuß auf dem Boden zunichte geht. (Du,) der den Räuber ergreifen und der retten sollte (?; oder: der den Beraubten bestohlen und der fortgenommen hat)! (Was) den hohen Beamten (angeht), die man eingesetzt hat, um dem Unheil entgegenzutreten: (nun) die hohen Beamten, die man eingesetzt hat, um das Unrecht abzuwehren, sind eine Zufluchtsstätte für den Aggressor (wörtl.: des Aggressors). Die Furcht (oder: der Respekt) vor dir bringt mich (in der Regel) nicht dazu, eine Bitte an dich zu richten ((, aber in diesem Fall tue ich es doch)). (Aber) du verstehst/durchschaust mein Herz nicht. Der Bescheidene (wörtl.: Schweigende), der sich umwendet, um sich zu beschweren, du fürchtest dich nicht vor dem, der es dir bittend vorträgt (d.h. vor dem Bescheidenen), (indem/weil) sein Bruder nicht zu dir (oder: 〈als Zeuge?〉 gegen dich) gebracht worden ist von der Straße. Deine Äcker befinden sich auf dem Land (wörtl.: Feld); deine Belohnung befindet sich im Bezirksgut; (und) deine Nahrung (oder: dein Einkommen) liegt im Produktionshaus. Die hohen Beamten sorgen dafür, daß du (Sachen) erwirbst; (und) du greifst (weiterhin) zu. Bist du etwa ein Dieb? Muß man eine Truppe (von Soldaten oder Arbeitern) unter deinem Befehl (wörtl.: bei dir) zu dir herbeiführen (?) für Anteile (?) am Ackerland? Tue die Maat für den Herrn der Maat, dessen Maat (in dir (?) wirkliche) Maat ist (wörtl.: von dem die Maat seiner Maat existiert)! (Du, Schreib)binse, Papyrusrolle und Palette des Thoth, halte dich fern davon, Unrecht zu tun! Die Vollkommenheit des Vollkommenen ist vollkommener als er (selbst), (indem/weil) sie (ja) vollkommen ist. Aber Maat ist für die Ewigkeit. Zusammen mit dem (oder: in der Hand dessen), der sie verwirklicht, wird sie in die Nekropole hinabsteigen. Er wird bestattet, indem die Erde sich mit ihm vereint, ohne daß sein Name auf Erden ausgelöscht wird. Er wird in Erinnerung gehalten wegen des Vollkommenen. (Denn) dies (d.h. die Erinnerung) ist die Regel der Gottesworte. Ist es eine Handwaage? (Dann) kann sie nicht schief stehen. Ist es eine Standwaage? (Dann) kann sie sich nicht zu (einer) Seite neigen. (Wenn) ich kommen werde, oder (wenn) ein anderer kommen wird (wörtl.: siehe, ich werde kommen; siehe, ein anderer wird kommen), (dann) mögest du (mich/ihn) befragen (oder: das Wort (an mich/ihn) richten). Antworte nicht als einer, der den Bescheidenen (juristisch) befragt (d.h. den Falschen befragt), und als einer, der den angreift, der dich nicht angegriffen hat! (Aber) du bist weder barmherzig, noch fühlst du dich unbehaglich (oder: leidest (zusammen mit mir)); weder ziehst du dich zurück (oder: weder entziehst du (deiner Verantwortung)), noch vernichtest du (mich oder Nemti-nacht). (Und) du gibst mir (auch) keine Belohnung/Entschädigung für diese vollkommene Rede, die aus dem Mund des Re selbst immer wieder hervorkommt. Sage die Maat! (Und) tue die Maat! Gerecht sollst du für mich handeln, weil sie (die Maat) groß ist und gewaltig und dauerhaft. (Wenn) ihre Offenbarung (?) anerkannt (wörtl.: gefunden) werden wird, (dann) wird sie zur Ehrwürdigkeit führen. Die Handwaage steht nicht (etwa) schief? (Wenn doch), es liegt an ihren Schalen (wörtl.: Behältern), die die Sachen wiegen (wörtl.: tragen). (Denn) der Überschuß der Norm kann nicht entstehen. (Und) ein schlimmer Fall kann die Anlegestelle nicht erreichen, indem (hingegen) der Allerletzte (?; oder: Aufrechte?) Land berühren wird." Nun kam dann dieser Landmann, um zum neunten Mal eine Bitte an ihn zu richten, indem/und er sagte: "O Oberdomänenvorsteher, mein Herr, die Zunge der Menschen, das ist ihre Standwaage (wörtl.: ihre Zunge ist die Standwaage der Menschen). (Und) es ist die Handwaage (der Menschen), die den Rest/Rückstand untersucht. (Du,) der dem (üblicherweise) eine Strafe erteilt, der bestraft werden muß, möge der Standard dir angeglichen werden. (?) Hüte dich, daß die Lüge loslegt, indem/so daß ihr Bedarf/Anteil entsteht, indem/während Maat vor ihr (oder: in ihrer Gegenwart) zurückweicht (wörtl.: sich ab/umwendet) (?). (Denn) Maat ist der Besitz der Lüge. Es bedeutet, daß sie (d.h. die Lüge) gedeiht (wörtl.: es bedeutet, sie gedeihen zu lassen), (indem/wenn) sie nicht gefesselt worden ist (?). Wenn die Lüge losgeht, dann pflegt sie sich zu verirren, indem sie nicht (oder: ohne daß sie) mit der Fähre übersetzen kann und indem sie keinen Fortschritt machen (?) kann. Was den angeht, der dank ihr (der Lüge) reich ist, er hat keine Kinder; (und) er hat keine Erben auf Erden. Was den angeht, der (ständig) mit ihr (der Lüge) fährt, er kann kein Land erreichen; (und) sein Schiff kann nicht an seine Anlegestelle anlanden. Sei nicht gewichtig, (indem/weil) du (noch) nicht leicht gewesen bist! Sei nicht langsam, (indem/weil) du dich (noch) nicht beeilt hast! Sei nicht voreingenommen/parteiisch! (Und) höre nicht auf das Verlangen (wörtl.: Herz)! Verhülle dein Gesicht nicht vor dem, den du kennengelernt hast! Sei nicht blind, was dein Gesicht angeht, gegenüber dem, der dich sehen muß! Weise nicht den zurück, der dich anfleht (oder: in Anspruch nimmt)! Du mögest von dieser Zögerlichkeit (oder: Nachlässigkeit) hinunterkommen, damit dein Urteilsspruch verkündet wird. Handle für den, der (immer wieder) für dich handelt! Höre nicht auf die Leute (, die) gegen ihn (sind), nachdem ein Mann wegen seiner gerechten Angelegenheit aufgerufen wurde! Es gibt kein Gestern für den Zögerlichen (oder: Nachlässigen) (d.h. er kann nicht auf frühere Leistungen zurückblicken). Es gibt keinen Freund für den, der gegenüber der Wahrheit taub ist. (Und) es gibt keinen Feiertag für den Habgierigen. (Wenn) der Ankläger (d.h. der Landmann) sich in einen Hilfsbedürftigen verwandelt, indem/und der Hilfsbedürftige zu einem (nicht erhörten) Bittsteller wird, (dann) verwandelt der Gegner (d.h. Rensi oder Nemti-nacht) sich in einen (potentiellen) Mörder (?). Siehe, ich richte (fortwährend) Bitten an dich; (indem/und/aber) du pflegst sie nicht anzuhören. Ich werde gehen, damit ich wegen dir eine Bitte an Anubis richte." Nun ließ der Oberdomänenvorsteher Rensi, Sohn des Meru, zwei Wachleute kommen, um ihn zurückzuholen. Nun war dieser Landmann verängstigt, weil er dachte, daß man (es) tat, um ihn zu bestrafen wegen dieser Rede, die er gesprochen hatte. Nun sagte dieser Landmann: "(Wie) das sich Nähern eines Durstenden dem Gewässer, (wie) das Gelangen des Mundes des Säuglings (wörtl.: Kind der Stillenden) zur Milch, solches (wörtl.: ér) ist der Tod, dessen Anblick seines Kommens herbeigesehnt wird, wenn sein Tod verspätet/langsam zu einem (wörtl.: ihm) kommt (?)." Nun sagte der Oberdomänenvorsteher Rensi, Sohn des Meru: "Fürchte dich nicht, o Landmann! Siehe, der, der gegen dich vorgegangen ist, wird mit mir zu tun haben! (?)" Nun leistete (?) dieser Landmann einen Eid mit (den Worten): "Ich werde nur von deinem Brot essen und nur von deinem Bier trinken in Ewigkeit!" Nun sagte der Oberdomänenvorsteher Rensi, Sohn des Meru: "Warte doch hier, damit du deine Bitten hören wirst." Nun ließ er [sie] von einer neuen Schriftrolle vorlesen, indem jede Bitte [ihrem ganzen (?)] Inhalt entsprach. Nun sandte der Oberdomänenvorsteher Rensi, Sohn des Meru, sie (d.h. die Schriftrolle) ein zum König von Ober- und Unterägypten (Neb-kau-Ra), dem Gerechtfertigten. Nun gefiel es ihm (dem König) besser (wörtl.: war es vollkommener auf seinem Herzen) als irgendetwas in diesem ganzen Land. Nun sagte seine Majestät: "Entscheide du selber, o Sohn des Meru!" Nun ließ der Oberdomänenvorsteher Rensi, Sohn des Meru, zwei Wachleute kommen, um [Nemti-nacht zu holen]. Da wurde er geholt und ein Inventar von [all seinem Besitz] wurde angefertigt. Da fand man bei ihm (?) sechs Leute und außer[dem seine ...] und seine schmale Gerste und seinen Emmerweizen und seine Esel [und seine Rinder (?)] und seine Schweine und [sein] Kleinvieh. [Da wurde ...] dieser Nemtinacht [dies]em Landmann [gegeben, ... ... ...] allen seinen Sachen (?) [und seinen] Die[nern (?) ... .... .... ...] von [diesem] Nemtinacht [... Dies (d.h. dieser Satz) bedeutet, daß er ankommt, [von seinem Anfang bis zu seinem Ende wie das, was vorgefunden worden ist in Schrift.]

Cross-references (3)

  • TLA-Text TTH5MM5DPRBI5MM2U5M5YT3RME tier-1
  • TM-Text 755018 tier-1
  • ORAEC-id oraec104 tier-2
About this record's data
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  • AI-inferred — the image-analysis panel (deities, names, signs) is machine-generated and may be wrong.
  • Approximate location — most map points are plotted at the site centroid, not the exact findspot.
  • Inferred links — cross-references marked with a match method other than explicit-source-field were matched by us, not stated by the source.