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〈Berliner Lederhandschrift (pBerlin P 3029 rto.)〉 / Berliner Lederhandschrift (pBerlin P 3029 rto.)
Description
〈Literarische Texte〉→〈6. Historisch-biographische Literatur des Mittleren Reiches und der 2. Zwischenzeit〉→〈Königliche Memorialtexte des Mittleren Reiches und der 2. Zwischenzeit〉→Berliner Lederhandschrift (pBerlin P 3029 rto.)→〈Berliner Lederhandschrift (pBerlin P 3029 rto.)〉
Inscriptions (1)
Inscription #1
· Egyptian
Transcription
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Regierungsjahr 3,
Monat 3 der Achet-Jahreszeit, (Tag) 8,
unter der Majestät des Königs von Ober- und Unterägypten Cheperkare,
des Sohnes des Re Sesostris,
gerechtfertigt, er lebe ewig und immerdar. Erscheinen des Königs mit der Doppelkrone;
Stattfinden einer (Thron)Sitzung in der Audienzhalle;
Beratschlagungen mit seinen Gefolgsleuten,
den Freunden des Palastes L.H.G.
den Magistraten am "Ort der Einsamkeit";
Erteilen von Befehlen beim sie Anhören;
Beratschlagung mit Eröffnung ihrer Meinung. Seht! Meine Majestät ist gerade beim Planen einer Arbeit,
(beim) Nachdenken über ein Werk von Nützlichkeit
für die Zukunft. Ich will Monumente errichten,
ich will dauerhafte Befehle erlassen (lit. fest machen) für Harachte. Er hat mich gezeugt, [um] auszuführen, was er (einst) getan hat,
um entstehen zu lassen das, von dem er befohlen hatte, es zu tun. Er hat mich zum Hirten dieses Landes eingesetzt,
denn er kennt den, der es für ihn zusammenfügt. Er hat mir überantwortet, was er behütet,
was das Auge, das in ihm ist, erleuchtet,
(mir), der alles tat entsprechend seinem Wunsche,
denn ich habe erworben, was er bestimmt hat zu erfahren. Ich bin / war (schon) ein geborener König,
ein Herrscher - er lebe, sei heil und gesund - dem es (=die Herrschaft) nicht (erst) gegeben werden musste. Ich habe (schon) als Küken erobert, ich war hoch angesehen
(schon) im Ei, ich habe (schon) als Kronprinz regiert. Er hat mich befördert (lit. machte weit) zum Herrn meiner "Zwei Teile",
(und zwar) als Knabe, noch bevor mir das $mṯꜣm$ gelöst worden war. Er hat mich ernannt zum Herrn der Rechit-Menschen,
geschaffen im Angesicht des Sonnenvolkes. Er hat mich geformt (?) zum Palastbewohner, (und zwar noch) als Ungeborenes, noch bevor ich aus den beiden Schenkeln (d.h. Mutterleib) hervorgekommen war. Gegeben wurden [mir] seine Länge und seine Breite,
indem ich aufgezogen wurde als ein geborener Eroberer. Mir wurde das Land gegeben, ich bin sein Herr,
indem 〈mein〉 Ruhm die Höhen des Himmels für mich erreicht. Exzellent bin ich durch das Tun für den, der mich geschaffen hat,
(durch) das den Gott zufriedenstellen mit dem,
was er gegeben hat. [Ich] bin sein Sohn, sein Beschützer;
er hat mir befohlen in Besitz zu nehmen, was er (einst) in Besitz genommen hatte. Ich bin gekommen als Horus, nachdem ich herangereift war (lit.: meinen Leib gezählt hatte). Ich habe (nun bereits) festgesetzt die Opferbrote der Götter.
Ich will (jetzt) eine Arbeit erledigen im Großen Haus für (meinen) Vater Atum;
ich will ihn weit (d.h. reich) sein lassen so wie er veranlasst hatte, dass ich Besitz ergreifen konnte;
ich will seinen Altar auf Erden speisen. Ich will mein Haus in seiner Nachbarschaft bauen,
dass man sich meiner Güte in seinem Hause erinnere: Mein Ruf ist der Tempel(bezirk),
mein Denkmal ist der See,
die Ewigkeit ist, was die Exzellenz (lit. Nützlichkeit) bewirkt hat. Nicht muss ein König rechnen, der wegen seiner Dinge gerufen wird,
nicht weiß ... (?), was er erdacht hat. Sein diesbezüglicher Name ist weiterhin / so oder so gerühmt.
Nicht vergehen Angelegenheiten der $ḏ.t$-Ewigkeit. Das, was getan wird, ist das, was existiert.
Es geht darum, nach nützlichen Dingen zu suchen. Der (gute) Ruf ist eine vorzügliche Speise.
Es bedeutet Wachsamkeit bei den Angelegen[heiten] der $nḥ[ḥ]$-Ewigkeit. Darauf sprachen diese Freunde des Königs,
indem sie ihrem Gott antworteten: Hu ist 〈in〉 deinem Mund, Sia ist hinter dir.
Oh Fürst - er lebe, sei heil und gesund - deine Pläne sind das, was zu geschehen pflegt,
oh König, nachdem du erschienen bist als "Vereiniger der Beiden Länder",
um den "[Strick] zu spannen" in deinem Tempel. Etwas Herrliches ist das Erblicken des Morgens,
als etwas Nützliches für die Lebenszeit. Nicht kann die Menge (es = Erblicken) ohne 〈dich〉 vollenden,
denn deine Majestät - er lebe, sei heil und gesund - ist das Augenpaar von jedermann. Besonders vollkommen ist es, dass du errichten wirst deine Denkmäler
in Heliopolis, dem Sanktuar der Götter,
bei deinem Vater, dem Herrn des "Großen Hauses",
Atum, dem Stier der Neunheit. Erschaffe dein Haus und es wird dem Altar schenken,
es wird Dienste tun für die Statue,
die von deinen Statuen in seinem Zentrum ist (?),
für die Dauer (lit. Länge) der $ḏ.t$-Ewigkeit. Der König selbst / persönlich, er sprach (nun)
((zu)) dem Königssiegler, dem Einzigen Freund,
dem Vorsteher der Beiden Goldhäuser und der Beiden Silberhäuser,
(und) Geheimrat der Beiden Uräen: Dein Rat ist es, der veranlasst, dass [jede] Arbeit ausgeführt wird,
von der Meine Majestät gewünscht hat, dass sie geschieht. Du bist ihr (d.h. der Arbeit) Oberhaupt,
einer, der (es) ausführen wird entsprechend dem, was in 〈meinem〉 Herzen ist. Kunstfertigkeit [...] Wachsamkeit,
sie entsteht, wenn man frei ist von Faulheit. Jede Arbeit, zu ihr gehört Aufmerksamkeit.
Ein Mann der Tat ist einer, der Vortreffliches geben kann. Deine Stunde ist die Zeit des Handelns
... [...] gemäß deiner Wünsche
mit Befehlen und Dingen. Handle [am] Ort, (dessen) Entstehung gewünscht ist. Befiehl den Ausführenden,
zu handeln entsprechend dem, was du entschieden hast. Erscheinen des Königs mit dem Doppelfederdiadem, alles Volk hinter ihm. Der oberste Rezitationspriester (und) der Schreiber des Gottesbuches spannten den Strick (und) lösten das Band. Gelegt wurde es (= der Grundstein) in die Erde, es wurde gearbeitet an diesem Haus. Darauf veranlasste seine Majestät (die Leute) zu gehen. Der König, er wandte sich den Hörigen zu. Ein Ort führte Ober- und Unterägypten zusammen, an dem Überfluss war auf Erden.
Cross-references (3)
- TLA-Text 5EF5IKBCHRFSJJWHUIEX65NUDU tier-1
- TM-Text 755084 tier-1
- ORAEC-id oraec237 tier-2
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