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Rto 12.5-13.8: Das Elend der Stationierung im Ausland / pAnastasi IV = pBM EA 10249 (Miscellanies)
Description
〈Literarische Texte〉→〈4. Satiren, Miscellanies, Brieflehren〉→〈Late-Egyptian Miscellanies〉→pAnastasi IV = pBM EA 10249 (Miscellanies)→Rto 12.5-13.8: Das Elend der Stationierung im Ausland
Inscriptions (1)
Inscription #1
· Egyptian
Transcription
[...] r-n,tj tw≡j ḥmsi̯.kwj m Qnqn-n-tꜣ jw bn tw≡j sdbḥ.k(wj) 〈§〉 wnn bn r(m)ṯ.pl r p[jp]j db,t bn dḥꜣ{mw} m swꜣ,w 〈§〉 j:zbj nꜣ jni̯ =j m dbḥ 〈jw〉 bn ꜥꜣ 〈r〉 ḥwrꜥ =w 〈§〉 wrš =j ḥr gmḥ jr,j-p,t 〈§〉 tw≡j (ḥr) wḥꜥ 〈§〉 jr,t =j ḥꜣ~npl~rʾ [...] ḥꜣ~npl~rʾ 〈r〉 mtnw r:ṯsi̯.y r Ḏꜣ~〈hꜣ〉 〈§〉 j:jri̯ =j sḏr ẖr.j jm(ꜣ)w jw,tj šꜣ r wnm =f 〈§〉 {j:}zbj nꜣy =sn bjnr n,tj nn wḏḥ =sn 〈§〉 wnn pꜣ ḫnms ḥr ꜥq n šw tꜣ ḏꜣ~wꜣ~tj m mtr,t 〈§〉 tꜣ ḫmy rd.du ḥr nḥs jtḥ =s mtj{,t} nb 〈§〉 tw≡j ḥr šmi̯.t mj r(w)d ḥr qs 〈§〉 pẖr =j tꜣ.pl ḥr rd.du =j 〈§〉 jr sp wn mꜥ~npl~ḏq~tj jw =s mḥ.tj m ḥ(n)q,t Qdj mtw r(m)ṯ.pl pri̯ r jri̯ pꜣ gꜣy n-bw~npl~rʾ wnn 200 〈n〉 jw ꜥꜣ m-dj 300 〈n〉 wnšjw dmḏ 500 jw =w ꜥḥꜥ grg.ṱ rꜥ-nb r rʾ pꜣ pr r-tnw pri̯.y =j m pꜣ ḫnm j:jri̯ =w tꜣ sꜣ~bꜣ~jrʾ m-ḏr wn pꜣ mn{,t} 〈§〉 〈hꜣnꜣ〉 bn n =j pꜣ wnšw šrj n Nꜣ-ḥr-ḥw zẖꜣ,w-nsw dj m pꜣ pr 〈§〉 mntwf j:jri̯{.t} šdi̯ =j m-dj =w wnw,t wnw,t r-tnw pri̯.y =j 〈§〉 wnn =f m-dj =j m sšm,w ḥr wꜣ,t 〈§〉 kꜣ bḥn =f kꜣ p(ꜣ)d =j r ḏi̯.t tꜣ qꜣr,t 〈§〉 pꜣ jshꜣb.w ḫr =w n wꜥ-n wnšjw dš(r) qꜣi̯ sd 〈§〉 wnn =f ḥr šmi̯.t m grḥ m-ẖnw nꜣ jhꜣy n ⸮kꜣ.pl? j:jri̯ =f šꜣꜥ 〈m〉 pꜣ ꜥꜣ r-ḥꜣ,t 〈§〉 bw jri̯ =f stni̯ m-kfꜣ.w 〈§〉 ḥr =f ḥs(ꜣ) 〈§〉 jn nṯr šdi̯ =f mri̯.n =f 〈§〉 tꜣ ḫ,t tꜣ n,tj dj bw jri̯ =st ꜥn [...] {ꜥ}n〈ꜥ〉 〈§〉 ky-ḏd r-n,tj 〈§〉 wꜥ-n zẖꜣ,w mn~nw~sꜣ dj m-dj =j 〈§〉 ṯḥn mtj nb n ḫtf-ḥr =f 〈§〉 tꜣ wꜣ~šꜣ~tj~tj ḫpr.tj m jr,t =f 〈§〉 wšꜥ pꜣ fnw〈ṯ〉 jbḥ =f 〈§〉 bw rḫ =j ḫꜣꜥ =f n ꜥ =f 〈§〉 pꜣy =j ꜥḥꜥ ḫrp (ḥr) (ḏd) 〈§〉 jmm ḏi̯ḏi̯.tw n =f pꜣy =f ḏi̯ dj mtn =f m swꜣ,w n Qnqn-n-tꜣ 〈§〉 grḥ [...]Translations (1)
Folgendes:
Ich befinde mich in (dem Ort) Prügel-des-Landes,
ohne daß ich mit dem Nötigen versorgt bin. Es ist so, daß es weder Menschen gibt, um Lehmziegel zu kneten,
noch gibt es Stroh (für die Ziegel) in der Nähe. Die Sachen, die ich als Bedarf angekauft habe, schwinden dahin,
〈obwohl〉 es keinen Esel gibt, 〈um〉 sie zu rauben. Ich verbringe den Tag damit, die Himmelsgefährten (d.h. die Vögel) zu beobachten. Ich gehe auf die Fisch- und Vogeljagd (d.h. ich habe Freizeit oder langweile mich). Mein Auge blickt sehnsüchtig 〈zu〉 der Straße, die nach Djahi hinaufführt. (Nur) unter Ima-Bäumen, die keine Scha-Frucht (?) zum essen haben, kann ich mich hinlegen. (Sogar) ihre Datteln, die noch nicht reif (?) sind, sind (schon) verschwunden. Es gibt die $ḫnms$-Mücke beim Eintreten der Sonne (d.h. in der Dämmerung),
(und) die $ḏwt$-Mücke zur Mittagszeit. Der "Beinenfloh" (d.h. die Sandmücke?) sticht (?),
damit sie jede Vene aussaugen (wörtl.: ziehen) kann. Ich bewege mich wie einer mit kräftiger Statur (wörtl.: der kräftig auf den Knochen ist); Zu Fuß durchstreife ich die Länder. Wenn ich mal ein Maziqda-Gefäß öffne (wörtl.: Was den Fall des Öffnens eines Maziqda-Gefäßes betrifft), das mit Qedi-Bier gefüllt ist,
und Menschen kommen heraus, um draußen das "Glas" zu heben (?),
dann gibt es 200 {Summe} große Hunde sowie 300 Wolfsschakale, Summe: 500 (Tiere),
die jeden Tag an der Haustür bereit stehen, wie oft ich auch hinausgehe,
weil sie die Seber-Flüssigkeit (Alkohol?, Bodensatz?) gerochen haben, seit der Men-Krug offen ist. {Beugen} 〈Wenn〉 ich hier im Haus nicht den kleinen Wolfsschakal von Naherhu, dem Schreiber des Königs, gehabt hätte! Er ist es, der mich Stunde um Stunde vor ihnen rettet, sooft ich hinausgehe. Als (mein) Führer auf dem Wege ist er bei mir. Dann bellt/knurrt er (als Warnung) und dann renne ich, um den Riegel vorzuschieben. Der Ishab-Schakal - so nennt man einen roten Wolfsschakal mit langem (wörtl.: hohem) Schwanz -: Wenn er nachts in die Ställe der Zuchtbullen(?) geht,
dann ist es mit dem Größten zuerst, daß er anfängt. (Danach) pflegt er überhaupt nicht mehr zu differenzieren. Sein Gesicht ist grimmig. Es bleibt Gott überlassen, den zu retten, den er möchte. Feuer (d.h. Hitze?), ist das, was hier herrscht. Es weicht nicht zurück (?; oder: wird nicht milder?). Eine weitere Sache. Folgendes: Ein Schreiber von $mns$-Dokumenten ist hier bei mir: Bei seinem Anblick (oder: wegen seines Gesichtes) pulsiert (?) jede Vene. Die $wšt.t$-(Augen)krankheit ist manifest in seinem Auge; der Wurm hat seinen Zahn angefressen. Ich kann ihn nicht seinem Zustand überlassen. Meine Truppe von Verwaltern (sagt): "Sorg dafür, daß man ihm hier seine Getreidezulage gibt,
damit er seine Ruhe hat in der Nähe von (dem Ort) Prügel-des-Landes." Ende.
Cross-references (3)
- TLA-Text CWWROB4AUJG3FNXNKYJEFSTK7I tier-1
- TM-Text 380655 tier-1
- ORAEC-id oraec278 tier-2
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