ORAEC (Online Resource for Ancient Egyptian Corpus) · ostracon
Die Lehre des Cheti / 〈14. 〉oBM EA 29550 + oDeM 1546
Description
〈Literarische Texte〉→〈3. Weisheitslehren〉→〈Mittelägyptische Weisheitslehren〉→〈Die Lehre des Cheti〉→〈14. 〉oBM EA 29550 + oDeM 1546→Die Lehre des Cheti
Inscriptions (1)
Inscription #1
· Egyptian
Transcription
[qn,yw]{.pl} m-ẖnw nꜣy,t bjn sw r z,t-ḥm,t.pl 〈§〉 mꜣs,t.du =fj r rʾ-n-jb =f 〈§〉 [nn] [tpj].n =f ṯꜣw 〈§〉 jr ḫbꜣ{.n} =f hrw.pl sḫt tw (r) ḥwi̯.ṱ =f m 〈šsm.pl〉 50 〈§〉 jw =f ḏi̯ =f ꜥq,w [n] jr,j-ꜥꜣ.pl =f r rḏi̯.t pri̯ =f r ḥḏ 〈§〉 grḥ ((ꜣbd)) ((3)) ((ꜣḫ,t)) ((sw)) ((1⸮4?)) 〈§〉 jri̯,w-ꜥḥꜣ.pl ={f} 〈fn〉 sw rʾ-sj ḥr pri̯(.t) r [ḫꜣs,t] 〈§〉 wr ḏḏ.t.ṱ =f n ꜥꜣ,t.pl =f r kꜣ,t =st r-sꜣ jr,j 〈§〉 wr ḏḏ.t.ṱ =f n jm,j.pl-šꜣ ḏḏ.y(.w) sw ḥr wꜣ,t 〈§〉 spr =f r pr =f jnd wḏꜥ.n sw šm.t 〈§〉 ꜣbd 3 ꜣḫ,t sw 2⸮1? 〈§〉 sḫḫ,tj ḥr pri̯(.t) r 〈ḫꜣs,t〉 〈swḏ〉.n =f ḫ,t =[f] n ms.w.pl =f 〈§〉 snd,w ḥr mꜣj ḥnꜥ ꜥꜣm.w.pl rḫ =f sw r =f jw =f ḥr Km,t 〈§〉 [spr] =f r pr =f jnd wḏꜥ.n sw wḏꜥ 〈§〉 jw =f pri̯ =f dꜣjw m ⸢db,t⸣ 〈§〉 n jy =f snḏm jb 〈§〉 ꜣbd 3 ꜣḫ,t sw 24 〈§〉 stn.y ḏbꜥ.pl =fj ḥwꜣ 〈§〉 stj jr,j [m] [ẖꜣ,t].pl 〈§〉 jr,t.du =fj wḥwf m-ꜥ wr stꜣ,w 〈§〉 nn ḫsf =f zꜣ =f r s,t =f 〈§〉 wrš =f m šꜥd m js[_] 〈§〉 [bw,t] =[f] [pw] [ḥbs,w] =[f] 〈§〉 ꜣḫ,t sw 4 〈§〉 ṯbww [bjn] [sw] [rʾ-sj] [ẖ]r sdbḥ =f 〈n(,j)〉 〈nḥḥ〉 〈§〉 wḏꜣ =f wḏꜣ =j m-ꜥ ẖꜣ[,wt.pl] 〈§〉 [psḥ.t] =[f] [m] [ms]kꜣ.w.pl 〈§〉 ꜣḫ,t sw 8 〈§〉 rḫt,j ḥr 〈rḫt〉 ḥr mry,t sꜣḥ =f n ḫnt,j 〈§〉 pri̯ n =j jt =[j] [ḥr] [mw] [ꜥḏ] ḫr zꜣ =f zꜣ,t =f 〈§〉 nn jꜣw,t ⸮〈js〉? ⸮〈pw〉? ḥtp(.t){.n} =f ḥr =st tnw r jꜣw,t nb(.t) 〈§〉 šbb =f šbn n s,t-ḥs [nn] [ꜥ,t] wꜥb[.tj] [jm] =f 〈§〉 ḏḏ.y =f sw 〈m〉 dꜣj,w n(,j) z,t wnn.t m ḥzmn =s 〈§〉 rmi̯.y{t} =j n =f wršu̯ ẖr mꜥ~qꜣ~n,t j[w] [___] [j]nr tꜣ [_] =k 〈§〉 ḏd{.n} =〈tw〉 n =f 〈šꜣm〉 r:mzı͗ tw r =j 〈§〉 sḫr sp,t{.du} jm =k 〈§〉 grḥ 〈§〉 wḥꜥ ꜣp[d.w.pl] fn{d} sw rʾ-sj ḥr gmḥ ={j} 〈jr,j.pl-p,t〉 〈§〉 jr swꜣ ⸮ꜣpd,w? ẖnm,w m-ḥr,t =f [...] m ḥr,t ={f} ḫr =f ⸢ḏd⸣ =[f] ḥꜣ~n~rʾ [j]ꜣd,t 〈§〉 nn rḏi̯.n nṯr ḫpr m-ꜥ =f sfn =f ḥr sḫr.w =f 〈§〉 ꜣbd 4 ꜣḫ,t sw 21 〈§〉 ḏd =[j] [n] =[k] mj wḥꜥ rrm.w.pl 〈§〉 ={f} 〈fn〉 sw r jꜣw,t nb(.t) 〈§〉 wnn{.t} bꜣk[.w] =[f] [m] [jtrw] [...]Translations (1)
Der Weber (oder: Mattenflechter?) in der Weberei: es geht ihm schlechter als (verheirateten, hochschwangeren) Frauen. Seine Knie sind gegen seinen Magen (oder: Brustraum?) (gedrückt). (Und) er kann keine Luft atmen. Wenn er Tage des Webens vertrödelt (wörtl.: verringert), wird man ihn mit 50 Peitschenhieben schlagen. Er pflegt seinen Türwächtern ein (regelmäßiges Natural-)Entgeld 〈zu geben〉, um ihm zu erlauben, ans Tageslicht hinauszugehen. Pause (d.h. Strophenende). 3. Monat der Überschwemmungsjahreszeit, 14. (?) Tag. Der Pfeil(spitzen)macher, er ist sehr deprimiert beim Hinausgehen in die Wüste. Viel ist es, was er seinen Eselinnen gibt, im Verhältnis zu deren Leistung hinterher (wörtl.: nach dem Entsprechenden). Viel ist (auch), was er den Sumpfbewohnern gibt, die ihm den Weg zeigen. Niedergeschlagen erreicht er sein Haus, nachdem ihn das Gehen erledigt (wörtl.: abgeschnitten) hat. 3. Monat der Überschwemmungsjahreszeit, 21. (?) Tag. Der Eilbote (?) geht hinaus in die Wüste, nachdem er seinen Besitz seinen Kindern vermacht hat. In Angst versetzt vor dem Löwen und (vor) Asiaten, (er)kennt er sich (erst wieder), wenn er in Ägypten ist. Niedergeschlagen erreicht er sein Haus, nachdem/weil die Abgeschiedenheit (?) ihn erledigt (wörtl.: abgeschnitten) hat. Er pflegt hinauszugehen (d.h. wegzugehen?), indem (sein) $dꜣjw$-Schurz ein Paket (wörtl.: Ziegel) ist. Er ist nicht erfreut (zurück)gekommen. 3. Monat der Überschwemmungsjahreszeit, 24. Tag. Der Köhler (?): seine Finger sind verwest; ihr Geruch (wörtl.: der Geruch davon) ist (der von) Leichnamen. Seine Augen sind entzündet durch die Größe des Feuers. Er wird seinen Sohn nicht von seinem Platz abwehren/zurückhalten. Er verbringt den Tag wie einer, der im Schilf schneidet. (?) Seine Kleidung ist, was er verabscheut (wörtl.: sein Abscheu). 〈4. Monat der〉 Überschwemmungsjahreszeit, 4. Tag. Der Sandalenmacher: es geht ihm sehr schlecht, beladen mit seinem Zubehör {bis in Ewigkeit} 〈an Öl〉. Ist er unversehrt, so bin ich unversehrt von Leichen. [Das was er beißt, sind] Tierhäute. 〈4. Monat der〉 Überschwemmungsjahreszeit, 8. Tag. Der Wäscher {ist auf dem Wäscher} 〈wäscht〉 am Uferdamm, indem/so daß er dem Krokodilsgott Chenti nahe kommt. "Möge mein Vater für mich auf das reißende (?) Wasser hinausgehen (oder: aus dem reißenden (?) Wasser herauskommen)", sagen sein Sohn und seine Tochter.
oder: "Möge mein Vater für mich unversehrt (?) auf das Wasser hinausgehen (oder: aus dem Wasser herauskommen)", sagen sein Sohn und seine Tochter. 〈Dies ist doch〉 kein Beruf, mit dem er zufrieden sein kann im Unterschied zu jedem anderen Beruf. (?) Mischt er das zusammen, was mit Dreckigem vermischt ist, so gibt es kein sauberes Glied an ihm. (Sogar) an den $dꜣj.w$-Schurz einer Frau, die in ihrer Menstruation ist, setzt (wörtl.: gibt) er sich (oder: zeigt er sich). Ich möchte um ihn weinen (oder: Meine Tränen gehören ihm), (er,) der den Tag mit der Wäscherkeule (?) verbringt,
in[dem ...] Stein Erde (?) [...] dich/dein [...]. Man sagt zu ihm: "(Hier ist) schmutzige Wäsche. Begib dich zu mir! {Die Lippen} 〈Das Ufer〉 bei dir bringt (einen) zu Fall." Pause (d.h. Strophenende). Der Vogelfänger: es geht ihm sehr schlecht beim Beobachten {des Hüters des Himmels} 〈der Himmelsbewohner (d.h. der Vögel)〉. Wenn Geflügel (?) und (Vogel)schwärme oberhalb von ihm (oder: am Himmel) vorbeiziehen, dann muß er sagen: "Gäbe es doch ein Netz!" Gott wird/kann nicht zulassen, daß (es) ihm gelingt (wörtl.: durch ihn geschieht), indem/weil er (Gott) sich ärgert über seinen (des Vogelfängers) Plan (oder: so daß er (der Vogelfänger) sich ärgert über seinen Zustand). 4. Monat der Überschwemmungsjahreszeit, 21. Tag. Ich möchte dir auch noch den Fischfänger nennen. {Seine Nase} Er ist 〈deprimierter〉 als jeder andere Beruf(stätige). [Im Fluß] geschieht seine Arbeit, (...).
Connections
Found at
Deir el-Medineh
Cross-references (3)
- TLA-Text EZXBA2O7EZBMZM4ZQUAC353E4A tier-1
- TM-Text 389925 tier-1
- ORAEC-id oraec604 tier-2
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